Heute habe ich noch einmal den Kinobetreiber der Lichtburg in Quernheim besucht und ihm eine Zeitung mitgebracht. Am Montag war meine Reportage über ihn auf einer ganzen Seite in der Neuen Osnabrücker Zeitung erschienen.
Für den Artikel haben wir vor drei Wochen fast zwei Stunden zusammengesessen. Er hat mir sein ganzes Leben erzählt, von seiner Kindheit, seinem Kino und seiner Leidenschaft, die Lichtburg seit 50 Jahren am Leben zu halten.
Hier lesen: Ein Mann und seine Lichtburg: Kino und Kotelett in Quernheim.
Als ich ihm die Zeitung überreichte, wurde ich mit großer Freude empfangen. Dann wurde das Gespräch emotional. Er erzählte mir, dass ihn seit Montag viele Menschen angerufen hätten, weil sie die Reportage gelesen hatten. Es war deutlich zu spüren, wie viel ihm dieser Artikel bedeutet.
Als ich das Kino verließ, hatte ich selbst einen Kloß im Hals.
Genau für solche Momente liebe ich meinen Beruf. Wenn eine Geschichte einen Menschen so berührt und ihm zeigt, dass sein Lebenswerk gesehen wird, dann hat sich jede Stunde Recherche und jede Zeile gelohnt

